#Up2Date

Schau' ab und zu vorbei und informiere dich über aktuelle und vergangene Events, sowie die neusten Entwicklungen jeglicher Art.

Ich suche nach

Einsatzmöglichkeiten der UDP für die Stadtentwässerung

Für die Urbane Datenplattform (UDP) werden aktuell verschiedene Anwendungsfälle entwickelt. Um die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten für die Stadtentwässerung zu diskutieren, waren die Kollegen der Technischen Betriebe, Moritz Rechenberger und Christoph Krautwurst, zu Gast im ChemLab.
<p>Gemeinsam werden wir nun ein Pilotprojekt starten und den Füllstand von Senken (Straßeneinläufen) über Sensoren erheben. Die Daten werden einerseits in das Kanalinformationssystem, andererseits in der UDP erfasst. Ziel ist es Zusammenhänge zwischen Eigenschaften und Füllgeschwindigkeiten der Senken herzustellen und daraus Prognosemodelle u.a. für eine optimierte Reinigung zu entwickeln.</p> <p>Begleitet wird das Projekt von der Kanal-Netz GmbH aus Meerbusch. Geschäftsführerin Elisabeth Schloten freut sich, die Daten für mögliche KI-Modelle nutzen zu können. Unterstützt wird das Projekt vom Chempark-Betreiber Currenta, der im weiteren Verlauf auch eigene Daten von Grundwasser- und Rheinpegelmessständen mit einbringen wird, um die Datenmodelle weiter zu härten. Die Auswertungen sollen auch wichtige Erkenntnisse zum Hochwasserschutz und Starkregenvorsorge liefern.</p>

Dormagen steigt in die Datenwirtschaft ein

Mit einem Workshop startete die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) nun mit dem Kölner Daten-Spezialisten Senseering in die Entwicklung der Urbanen Datenplattform (UDP). Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Smart Industrial City, Wohn- und Wirtschaftsstandort mit hochmoderner Dateninfrastruktur, der Dormagen mit Blick auf Wertschöpfung via Digitalisierung werden will.
<p>„Wenn wir erwarten, dass Unternehmen am Standort digitale Geschäftsmodelle entwickeln, müssen wir dafür auch die notwendige digitale Infrastruktur anbieten”, formuliert André Heryschek, Leiter Smart City und Strukturwandel bei der SWD, die übergeordnete Idee.</p> <p>Datenwirtschaft ist die Marschrichtung, die SWD-Geschäftsführer Michael Bison als oberster Wirtschaftsförderer der Stadt ausgibt: „Schlussendlich geht es darum, als Kommune Geld zu verdienen, um die Leistungen für die Allgemeinheit aufrecht erhalten zu können. Einerseits auf dem klassischen Weg, durch Ansiedlungen Steuereinnahmen zu generieren, andererseits mit digitalen Lösungen, die wir Dritten verkaufen können.”&nbsp; Kostenfrei denkt der Stadtkonzern hingegen in Richtung der Bürger. Dort gehe es darum, „Daten zu demokratisieren“, also breit verfügbar zu machen. Per Zugriff auf zum Beispiel Besucherzahlen in der Innenstadt oder die Menge des auf öffentlichen Dächern erzeugten Solarstroms – zwei konkrete Themen, die aktuell umgesetzt werden. Technische Basis für alle Anwendungsfälle ist die Urbane Datenplattform (UDP) bildlich gesprochen als Bühne, auf der jeder Nutzer das Programm selbst inszeniert. „Digitale Bürgerservices sind wie Theaterstücke. Erst wenn unterschiedliche Akteure zusammenkommen, entsteht etwas Wertvolles. Die UDP soll diese Bühne werden, auf der die Akteure, Datenquellen und Anwendungsfälle das Leben der Unternehmen sowie Bürger einfacher machen. Eine Smart City wird durch das intelligente Datenmanagement mit der UDP nachhaltiger und effizienter”, macht Senseering-Geschäftsführer Daniel Trauth deutlich, was für ihn den Reiz am bundesweit einzigartigen Ansatz der Smart Industrial City ausmacht.&nbsp;</p> <p><strong>Anwendungsfälle sind in der Entwicklung </strong></p> <p>Erste Anwendungsfälle hat das SIC-Team mit Unterstützung externer Dienstleister umgesetzt, so den Piloten zur Besucherfrequenzmessung in der Dormagener Innenstadt. Weitere werden im Bereich Photovoltaik-Monitoring, Leerstandsmanagement und Gewerbeflächenvermarktung liegen. Dabei werden auch die Nachhaltigkeitsziele der Stadt Dormagen eine Rolle spielen, die Klimaschutzmanagerin Lena van der Kamp im Blick hat. Um die Klimabilanz der Stadt Dormagen zu erstellen, greift sie heute auf eine Hand voll unterschiedlicher Quellen zu und führt die Datensätze manuell zusammen. Wären alle Daten in der UDP hinterlegt, reichen ein paar Mausklicks aus, um aktuelle Werte ziehen können.&nbsp;</p> <p><strong>Wertschöpfung durch Verkauf an andere Kommunen</strong></p> <p>„Wir sind mit der UDP voll im Zeitplan. Mit Senseering haben wir einen leistungsstarken Partner, der gemeinsam mit uns eine Datenplattform als Produkt entwickelt, das wir künftig auch anderen Kommunen als Service zur Verfügung stellen möchten. Mit ersten Interessenten führen wir bereits Gespräche”, freut sich Heryschek über das breite Interesse. Christoph Reitenberger, Produktverantwortlicher für die UDP, ergänzt: „Im nächsten Schritt werden wir im Stadtkonzern diskutieren, welche Daten für interne Zwecke ausgewertet und welche extern zugänglich gemacht werden sollen.” Beides könnte über den Digitalen Zwilling erfolgen, für den im nächsten Jahr eine Benutzeroberfläche entwickelt wird.</p>

Besuch der 5G.NRW Demonstrationsfabrik in Aachen

Um bei einem so dynamischen Technologie-Thema wie 5G immer auf der Höhe der Zeit zu bleiben, haben wir gemeinsam mit der Currenta und organisiert über den Industry Hub die 5G.NRW Demonstrationsfabrik in Aachen besucht
<p>Besuch der 5G.NRW Demonstrationsfabrik in Aachen &nbsp;</p> <p>Wir wussten bereits, dass 5G ein entscheidendes Thema für die Transformation zur Industrie 4.0 sein wird. Deshalb haben wir auch gemeinsam mit dem Chempark-Betreiber Currenta mögliche Flächen zur Installation eines 5G-Testfelds sondiert. &nbsp;</p> <p>Um bei einem so dynamischen Technologie-Thema immer auf der Höhe der Zeit zu bleiben, haben wir gemeinsam mit der Currenta und organisiert über den Industry Hub die 5G.NRW Demonstrationsfabrik in Aachen besucht. So konnten wir erleben, wie in einer realen Produktionsumgebung, 5G die Logistik der Zukunft gestaltet. &nbsp;</p> <p>An fünf Stationen wurde der Nutzen von 5G für die gesamte Wertschöpfungskette produzierender Unternehmen präsentiert.&nbsp;</p> <p>Mehr dazu unter: https://5g.nrw/test-und-demozentren/5g-demonstrationsfabrik/&nbsp;</p>

Currenta initiiert mit dem Industry Hub und weiteren Partnern eine Workshopreihe zur innovativen Bildung

Wie sehen innovative Ausbildungsangebote der Zukunft aus? Wie funktioniert zukünftig ein Matching zwischen sich verändernden Anforderungen und Tätigkeiten und geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten und wie müssen passende Re- und Upskilling Angebote aussehen?
<p>&nbsp;Mit diesen und vielen weiteren Fragen rund um das Thema Aus- und Weiterbildung stellten sich jetzt Expertinnen und Experten der Currenta Abteilungen Bildung und Human Resources, zusammen mit Personen der Zukunftsagentur Rheinisches Revier, der Wirtschaftsförderung Dormagen, dem Berufsbildungszentrum Dormagen, der Bundesagentur für Arbeit und der Industrie- und Handelskammer im Industry Hub Dormagen auf. Unter der Leitung des Innovationsmanagers Friedrich Wilkening wurden Problemlagen definiert und erste Handlungsansätze formuliert. Das ist die Basis für eine Workshopreihe, die entstehen soll. Das Ziel: ein Win-Win-Projekt für alle Beteiligten.</p> <p>„Die Anforderungen an die Stellen und das Tätigkeitsfeld der Mitarbeitenden in den Betrieben befinden sich in einem stetigen Wandel. Das ist grundsätzlich nicht neu. Durch die Digitalisierung und durch die beschleunigte Transformation der Industrie wandeln sich allerdings auch die Berufsbilder immer schneller. Oft auch so deutlich, dass der ursprünglich gelernte Beruf nicht immer der Beruf bleibt, den man später einmal ausüben wird. Wir wollen auch in Zukunft eine passgenaue und zukunftsweisende Ausbildung an unseren Standorten anbieten. Dabei ist diese Kooperation sehr wertvoll“, sagt Uwe Menzen, Bildungsleiter bei Chempark-Manager und -Betreiber Currenta.</p> <p>Das Unternehmen bildet als Ausbildungsdienstleister an den drei Chempark-Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen sowohl zum Beispiel für Bayer, Covestro und Lanxess als auch für den eigenen Bedarf aus. Dabei legen alle Beteiligten neben einer modernen Ausbildungsinfra-struktur einen besonderen Wert auf passgenaue Ausbildungsinhalte. Und genau da setzt das Projekt zur innovativen Bildung an.</p> <p>Uwe Menzen: „Die Unternehmen im Chempark benötigen gut ausgebildete und handlungsfähige Fachkräfte, um auch in Zukunft konkurrenzfähig zu bleiben. Ein entscheidender Faktor dabei ist die Ausbildung nach modernsten Standards. Das bieten wir mit unserem MultiPlantCenter 4.0 und zum Beispiel einer Bildungscloud bereits. Aber wir wollen auch in Zukunft passgenau bleiben. Nur dadurch entsteht für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation. Vor allem aber profitieren unsere Azubis! Letztlich gilt für uns und unsere Heimatregion im Rennen um die Fachkräfte von morgen: Wir müssen wettbewerbsfähig sein!“<br /> &nbsp;</p> <p>Michael Bison, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dormagen, sieht für die Region den Bedarf an schnellen Lösungen: „Fachkräfte können sich aktuell die Arbeitgeber quasi aussuchen. Zur Zufriedenheit im Arbeitsleben zählen daher nicht nur harte Faktoren, wie eine gute Bezahlung und flexible Arbeitszeitmodelle, sondern auch eine Arbeitsumgebung und ein Tätigkeitsfeld, das den aktuellen Entwicklungen offen gegenübersteht und diese Veränderung hin zu mehr Nachhaltigkeit und Digitalisierung auch wirklich auslebt. Daher freuen wir uns sehr, dass die Currenta mit der Zukunftsagentur Rheinisches Revier und der Stadt Dormagen und weiteren Partnern aktiv an Lösungen und Angeboten arbeiten wird. Die Förderkulisse des Strukturwandels Rheinisches Revier bietet zudem weitere Chancen neue, mutige Wege auszuprobieren“.</p>

Fallstudie zum Energieverbrauch in öffentlichen Gebäuden

<p>Steigende Energiepreise und die sicht- und spürbaren Folgen des Klimawandels zeigen es täglich auf: Nachhaltige und erneuerbare Energiegewinnung, die effiziente Nutzung von Energie sind keine Zukunftsthemen, sondern müssen kurzfristig umgesetzt werden.</p> <p>Genau darum geht es im Rahmen einer Fallstudie im ChemLab, die Einsatzmöglichkeiten von smarter Technik beim Energiesparen in öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen untersucht. Mit an Bord: Das Nievenheimer Startup smartfabrik, das weltweit Lösungen für Smart Home-Konzepte im Eigenheim- und Office-Bereich umsetzt. Die Kooperation wird durch das Förderprojekt Industry Hub, konkret SWD Innovation Manager Friedrich Wilkening, betreut. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit der smartfabrik ein innovatives Startup in der Region haben, das sich mit so viel Elan diesen wichtigen Themen widmet“, so Wilkening.</p> <p>Das ChemLab Unter den Hecken wird von der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) als Coworking Space betrieben. Im ersten Schritt wurde dort eine smarte Heizungs- und Lichtsteuerung installiert, um den Bedarf automatisiert zu regeln. Es soll außerdem ermittelt werden, wie sich die Einsparung durch eine intelligente Programmierung des Systems optimieren lässt. „Die Besonderheit ist, dass die Umrüstung im Bestand bei nahezu jedem Gebäude erfolgen kann”, erläutert André Heryschek, Leiter Strukturwandel und Smart City bei der SWD. Die ersten Ergebnisse überzeugen bereits. Es lassen sich schon relevante Erkenntnisse über die Verbräuche und Einsparungen ablesen. „Perspektivisch ist in den ausgestatteten Gebäuden mit einer Einsparung von ca. 30 Prozent zu rechnen“ schätzt Sebastian Strickling, Geschäftsführer der smartfabrik, die möglichen Potenziale der Umrüstung ein.</p> <p><em>Der Industry Hub ist ein gemeinsames Projekt des Rhein-Kreises Neuss und der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen mbH. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesmodellvorhabens Unternehmen Revier durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz bis Juli 2023 gefördert.</em></p>

Start der Präsenz-Veranstaltungen Industry Talk

Google für die Firma und sehende Roboter: Was Künstliche Intelligenz in der unternehmerischen Praxis leisten kann
<p>In der Veranstaltungs-Reihe „Industry Talk“ stellen Startups innovative Lösungen für die produzierende Industrie vor. Ihr Publikum: Unternehmensvertreter aus Chemie, Logistik und Industrie, die offen für die Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind. Die jüngste Ausgabe der inspirierenden Pitches mit rund 20 Teilnehmern im CHEMPARK-Nachbarschaftsbüro CHEMPUNKT drehte sich um künstliche Intelligenz und die Frage, inwieweit sie Prozesse im unternehmerischen Alltag vereinfachen, beschleunigen oder sogar ersetzen kann, die heute noch viel menschliches Eingreifen erfordern.&nbsp;</p> <p>Bastian Maiworm beeindruckte sofort mit Zahlen. 170.000 Euro, sagt der Gründer von ambeRoad, könne ein Unternehmen monatlich einsparen, indem es mit ambersearch als unternehmensinterner Suchmaschine, die auf alle Datenbanken, Server und Share Points zugreift, die Wissenssuche im Unternehmen verkürzen kann. „Statt acht Minuten dauert es dann nur noch maximal 30 Sekunden, bis ein Mitarbeiter die gewünschte Information findet, ohne sich durchfragen oder durch Dokumente wühlen zu müssen“, so Maiworm.</p> <p>Mit der Frage, wie sich repetitive Aufgaben etwa im Rahmen von Inspektionen und Werkstoffprüfungen automatisieren lassen, beschäftigt sich das Startup sentin. „Unsere Lösungen zielen darauf ab, den gesamten Inspektionsprozess von der Datenerfassung bis zum Abschlussbericht zu vereinfachen“, leitete Head of Sales Dominik Nestler seinen Pitch ein. sentin hat dazu einen digitalen Prüfer entwickelt, der als Assistenzsystem bei der Bildauswertung für unterschiedlichste Anwendungsfälle zum Einsatz kommt.</p> <p>Dr. Nicolas March von Vathos Agile Robotics adressierte mit seinem Kurzvortrag Unternehmen, bei denen zum Beispiel Montage- oder Konfektionierungsarbeiten zum Wertschöpfungsprozess gehören, die bisher nicht von Robotern übernommen werden können. Sein Ziel: Roboter mit menschlichen Fähigkeiten auszustatten und damit für solche Tätigkeiten zu befähigen, sie also „sehen und verstehen“ zu lassen. Die von Vathos entwickelte Software ist laut March für nahezu alle Roboter geeignet, die in der produzierenden Industrie weltweit zum Einsatz kommen.</p> <p>„KI ist ein Buzzword, es wird so oft verwendet, aber viele Unternehmen wissen nicht, wie sie KI gewinnbringend einsetzen. Ich denke, mit den drei Praxisbeispielen heute haben wir gute Anknüpfungspunkte für das Thema vermittelt und einen echten Mehrwert aufgezeigt. Das Feedback der Teilnehmer zeigt uns, dass viele Unternehmen nach genau diesen Lösungen suchen“, resümiert Friedrich Wilkening, Innovation Manager der SWD im Industry Hub. Er organisiert die Präsenz-Reihe „Industry Talk“ gemeinsam mit dem CHEMPARK-Manager und -Betreiber CURRENTA, der assoziierter Partner des Industry Hubs ist.</p>

Frequenzmessung in der Innenstadt liefert erste Ergebnisse

Sie sind kaum größer als ein Taschenbuch, unauffällig grau und verrichten ihren Dienst ebenso unauffällig hoch oben an den Stadtlaternen: Acht Sensoren messen seit Anfang Januar Besucherströme auf der Kölner Straße.
<p>Sie erfassen dazu zwischen Historischem Rathaus und dem Eingang zur Rathaus-Galerie datenschutzkonform die Anzahl der Handys, bei denen Bluetooth- oder WLAN-Signale aktiviert sind.&nbsp;Personalisierte Daten werden nicht erhoben. Die Messwerte laufen in eine Datenplattform, die wiederum den Digitalen Zwilling der Stadt Dormagen speist. Dort werden die aktuellen Bewegungen in Echtzeit ausgespielt. &nbsp;&nbsp;</p> <p>Die Datenplattform wirft auf Anfrage auch in der Vergangenheit liegende Zeitpunkte aus. Zwei Beispiele: Am 4. März, dem Tag der Demonstration gegen den Ukraine-Krieg, lag das Besucheraufkommen auf dem Paul-Wierich-Platz deutlich über der üblichen Frequenz. In der Spitze wurden über den Sensor vor der Sparkasse weit über 600 Besucher gezählt. Beim verkaufsoffenen Sonntag während des Ostermarktes belegt die Messung ein starkes Besucheraufkommen im Bereich der Sparkassen-Passage: Beleg dafür, dass der Aufgang vom Parkplatz Unter den Hecken das Haupteinfallstor zur Fußgängerzone war.</p> <p>Die Technik ist also kein Selbstzweck, sondern ein Teilprojekt im Rahmen der Smart Industrial City, das Stadtplanung und Stadtmarketing gleichermaßen nützlich sein will, wie Christoph Reitenberger von der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SWD) erklärt: „Die Messergebnisse geben Aufschluss über unterschiedliche Besucherfrequenz im Tages- und Wochenverlauf. Dieses Wissen kann die Stadt einerseits nutzen, um Mobilitätsangebote, etwa den Busverkehr, sinnvoll anzupassen. Es lässt aber für das Stadtmarketing auch Schlüsse zu, welche Aktionen in der Innenstadt gut besucht sind und zur Belebung beitragen.“ Heißt: Wer weiß, was wo gut ankommt, kann Veranstaltungen zielgerichtet planen und Räume sinnvoll bespielen. Wichtige Impulse gibt die Frequenzmessung deshalb auch in das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) und den Masterplan Innenstadt hinein.&nbsp;</p> <p>Verschiedene Tech-Unternehmen sind beim Projekt mit an Bord. Sie haben die notwendige Technik in die Innenstadt gebracht und die erste Version einer Datenplattform sowie des Digitalen Zwillings für die SWD bereitgestellt, die mit weiteren Smart City-Anwendungsfällen wachsen werden. Gemäß Ratsbeschluss wird die Lösung zu einer umfassenden urbanen Datenplattform weiterentwickelt und dem Stadtkonzern, Bürgern, Unternehmen oder auch Bildungseinrichtungen zur Verfügung gestellt. Die Technischen Betriebe Dormagen (TBD) und die städtische IT sind ebenfalls Partner im Projekt, das so verschiedene Akteure im Stadtkonzern zusammenbringt.</p> <p>„Wir haben gemeinsam eine Infrastruktur für dauerhafte Messungen geschaffen, die Daten gehören der Stadt und wir können sie in verschiedenen Kontexten nutzen“, erklärt Reitenberger. Großer Vorteil: Die Sensoren sind nicht stationär verbaut und können, etwa in Zons installiert, auch über die Zahl der Besucher und beliebte Ausflugstage berichten. „Am Beispiel der Frequenzmessung zeigt sich, dass Digitalisierung auch im Kontext des städtischen Lebens Erkenntnisgewinn bringt und Teil von intelligenten Lösungen sein kann“, fasst André Heryschek, Leiter Strukturwandel und Smart&nbsp;City bei der SWD, zusammen.</p>

Projekt „Industry Hub“ mit gelungenem Auftakt

Das Projekt „Industry Hub“ hatte einen guten Start. Der Auftakt mit rund 80 Teilnehmern fand jetzt in der Veranstaltungshalle „Gare du Neuss“ statt. Einige Zuschauer verfolgten das Treffen digital auf dem YouTube-Kanal des Rhein-Kreises Neuss. 
<p>Der „Industry Hub“ ist ein gemeinsames Vorhaben des Kreises und der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD). „Die Betriebe stehen aufgrund des Strukturwandels und der digitalen Transformation vor großen Herausforderungen. Mit dem Projekt möchten wir Industrie-Unternehmen sowie kleine und mittlere Firmen mit konkreten Angeboten beim Aufbau innovativer Geschäftsmodelle sowie der Anpassung von Prozessen unterstützen“, erläutert Kreisdirektor Dirk Brügge.</p> <p>Nach dem Begrüßungstalk mit ihm und SWD-Geschäftsführer Michael Bison griff Dr. Gerald Fricke auf, wie wichtig die Fähigkeiten Offenheit, Agilität, Kreativität und Kundenorientierung für eine erfolgreiche digitale Transformation sind und wie man die ersten Schritte mit seinen Mitarbeitern geht. Fricke ist ein Politikwissenschaftler und Wirtschaftsinformatiker, der Unternehmen berät.&nbsp;Madita Beeckmann von der Kreiswirtschaftsförderung und André Heryschek von der SWD stellten den „Industry Hub“ vor, der mit einem fünfstufigen Servicebaukasten und verschiedenen Veranstaltungsformaten produzierende Unternehmen bei der digitalen Transformation und Innovation unterstützt. Um Betriebe gezielt miteinander zu vernetzen, greifen die Projektpartner auf ein digitales Tool zurück, das jetzt durch die Unternehmen mit Inhalten gefüllt wird. „Damit bieten wir die Möglichkeit, sich zu vernetzen sowie Lösungen, Produkte und Dienstleistungen zu suchen oder diese selber anzubieten. Wir rufen dazu auf, diese Community-Plattform aktiv zu nutzen und das ,Industry Hub‘-Ökosystem mitzugestalten“, so Brügge.</p> <p>Die Teilnehmer wurden während der Veranstaltung durch die Moderatorin Carmen Hentschel eingebunden und konnten Fragen an die Referenten stellen, was intensiv genutzt wurde. Der anschließende Impulsvortrag von Swen Göllner, Geschäftsführer der bimanu Cloud Solutions GmbH, beleuchtete, wie wichtig strukturierte Daten für ein Unternehmen sind und wie man Daten richtig sammelt und auswertet, um den Erfolg zu steigern.&nbsp;Mark Oliver Passauer und André Panné von der Robur Industry Service Group GmbH machten deutlich, welche Anwendungsmöglichkeiten es für den Einsatz von digitalen Technologien wie Robotik, Internet der Dinge oder Künstliche Intelligenz bereits in produzierenden Unternehmen gibt und welche Vorteile der Einsatz bieten kann.</p> <p>Nach dem offiziellen Programmteil gab es Gelegenheit, bei einem Imbiss die Veranstaltung zu besprechen und offen gebliebene Fragen mit den Referenten zu klären. „Ich freue mich, dass der persönliche Austausch mit den Unternehmen wieder möglich ist. Die Teilnehmerzahl zeigt uns, dass ein großes Interesse an unserem Projekt besteht. Unser Servicebaukasten steht allen interessierten Unternehmen zur Verfügung“, so SWD-Geschäftsführer Bison.</p> <p>Der „Industry Hub“ wird bis Juli 2023 im Rahmen des Bundesmodellvorhabens „Unternehmen Revier“ durch das Bundeministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Weitere Auskünfte erteilen Daniel Una Dominguez (E-Mail <a href="mailto:daniel.unadominguez@rhein-kreis-neuss.de">daniel.unadominguez@rhein-kreis-neuss.de</a>, Telefon 0 21 31/928 75 09) und Friedrich Wilkening (E-Mail <a href="mailto:friedrich.wilkening@swd-dormagen.de">friedrich.wilkening@swd-dormagen.de</a>, Telefon 0 21 33/4 00 37 96). Näheres im Internet: https://<a href="http://www.industry-hub.de">www.industry-hub.de</a>.</p> <p>Die Veranstaltung ist als Aufzeichnung bei <a href="https://www.youtube.com/watch?v=CNsMXbgD_Gc">Youtube </a>verfügbar.</p>

Gelungene Premiere für die Founder & Startup Community

Der Start verlief erfolgreich: Die Founder & Startup Community des Industry Hubs hat sich am 3. März erstmalig getroffen, zwölf Teilnehmende waren neben den Moderatoren am Start.
<p>Ob IT-Startup, Produktidee oder innovative Dienstleistung: Menschen, die ein Geschäftsmodell entwickeln und damit auf dem Markt durchstarten wollen oder schon frisch gegründet haben, stehen vor einer Menge Fragen. Genau diese Zielgruppe in Dormagen und dem Kreisgebiet nimmt der <a href="http://industry-hub.de" title="Industry HUb">Industry Hub</a> jetzt ins Visier. Die gemeinschaftliche Initiative von SWD und Rhein-Kreis Neuss lud&nbsp;am Donnerstag, 3. März, von 9 bis 10 Uhr die lokale Founder &amp; Startup Community zum ersten virtuellen Netzwerktreffen ein,&nbsp;zwölf&nbsp;Teilnehmende waren neben den Moderatoren am Start.</p> <p>Es hat sich wieder gezeigt, wie wichtig gemeinschaftlicher Austausch ist. Schon bei diesem einstündigen Treffen konnten sich die Gründerinnen und Gründer gegenseitig wertvollen Input geben und sich damit unternehmerisch helfen. Eine Abfrage zu gewünschten Themenschwerpunkten ergab, dass bei den nächsten Treffen viele spannende Themen im Fokus stehen können: u.a. Marketing, Akquise, Kontakte, Förderung, Klimaschutz und Sicherheit im Betrieb. Noch findet der Austausch virtuell statt, bald aber schon in Präsenz – die Planungen dafür laufen.</p> <p>&nbsp;„Unser Interesse ist es, Gründer und Gründungsinteressierte von Startups und jungen, innovativen, gerne auch digitalen Unternehmen in den Austausch miteinander zu bringen“, erklärt SWD-Innovationsmanager Friedrich Wilkening.</p> <p>Infos zur Community und die nächsten Termine hat SWD-Innovation Manager Friedrich Wilkening,<a href="mailto:friedrich.wilkening@swd-dormagen.de">friedrich.wilkening@swd-dormagen.de</a>.</p>

Smart Industrial City goes Europe

Dormagen jetzt Mitglied in EU-Allianz zur Digitalisierung
<p>Die Smart Industrial City Dormagen betritt die europäische Bühne: Seit Dezember gehört die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD), Treiber und Steuerer der Smart City Aktivitäten, zur „European Alliance for Industrial Data, Edge and Cloud“. Die EU-Allianz bringt Unternehmen, Vertreter der Mitgliedstaaten und einschlägige Sachverständige zusammen, die sich einem Ziel verschrieben haben: Sie wollen den Einsatz von Cloud- und Edge-Technologien in der Industrie wie im öffentlichen Sektor, wo sensible Daten erhoben und verarbeitet werden, fördern und stärken und so durch ortsnahe Speicher- und Rechenkapazitäten die digitale Souveränität Europas wahren. Im europäischen Bündnis aus aktuell 39 Partnern befindet sich die SWD in Gesellschaft weltweit agierender Player wie Nokia, SAP, Airbus, Telefónica oder Capgemini.</p> <p><strong>„Ritterschlag“ für ÖPP zwischen Stadt und Industrie</strong></p> <p>„Das ist quasi der Ritterschlag für unsere Bestrebungen, Edge-Infrastrukturen aufzubauen, in denen im Rahmen eines ÖPP-Modells sowohl der öffentliche Sektor als auch die Industrie arbeiten können“, sagt André Heryschek, Leiter Strukturwandel und Smart City bei der SWD. Bis zum Jahr 2027 will die EU rund zehn Milliarden Euro für den Aufbau entsprechender Infrastruktur und Dienste bereitstellen. „Die Mitgliedschaft wird uns dabei helfen, unser Partnernetzwerk europaweit auszubauen und Zugriff auf EU-Fördermittel zu erhalten“, ordnet SWD-Data Scientist Christoph Reitenberger die Aufnahme der SWD als bislang einzigem kommunalem Akteur in die EU-Allianz ein. Den Erstkontakt nach Brüssel hatte die CURRENTA, Initialpartner der Smart Industrial City, ermöglicht. Sie vernetzte die SWD mit der Europäischen Kommission. „Unser Dank gilt der CURRENTA ebenso wie der umagine GmbH, die uns mit ihrer Expertise unterstützt hat, den Baustein des Edge-Rechenzentrums zu entwickeln und der EU-Kommission vorzustellen“, so Reitenberger.</p> <p><strong>Lokale Lösungen als Alternative zu außereuropäischen Anbietern</strong></p> <p>Cloud- und Edge-Technologien sind Schlüsselfaktoren für den digitalen Wandel in Europa. Ein Ziel der Bemühungen ist es daher, Alternativen zu den großen außereuropäischen Anbietern von Cloud-Computing-Diensten zu schaffen, wie SWD-Geschäftsführer Michael Bison ausführt: „Edge-Rechenzentren sind ein wichtiger Bestandteil einer europäischen Datensouveränität und für eine zukunftsfähige Dateninfrastruktur von enormer Relevanz. Auf dieser Basis können wir sichere Dienstleistungen für Stadtkonzern und Wirtschaft entwickeln.“</p> <p>Ein solches Edge-Rechenzentrum soll nun in Dormagen entstehen. Betreiber wird die neu gegründete Global Digital Management Solutions (GDMS) GmbH sein. „Dieses wegweisende Ziel der Allianz setzen wir in Dormagen also schon heute um“, sagt Reitenberger. Er nimmt für die SWD regelmäßig an den Arbeitsgruppen der EU-Allianz teil, bei denen es beispielswiese auch um die Erarbeitung europäischer Richtlinien für die Bereitstellung datenverarbeitender Dienste und Anwendungen geht.</p>

Neuer Smart Industrial City-Partner GDMS plant Rechenzentrum in Dormagen

Datenverarbeitung in Echtzeit am Standort möglich
<p>Nicht wenige Nutzer eines US-amerikanischen Cloud-Anbieters staunten Ende des vergangenen Jahres nicht schlecht, als sie von einem großflächigen Server-Ausfall in den USA betroffen waren. War das Versprechen an sie doch gewesen, dass ihre Daten und Services in der Europäischen Union gehostet werden. Nach dieser Erfahrung gewinnen lokale Betreiber verstärkt an Zuspruch. Die gute Nachricht zum Jahresbeginn: Unternehmen in Dormagen haben in naher Zukunft die Möglichkeit, Cloud-Dienste direkt vor Ort einzukaufen. Vor wenigen Wochen hat sich in Dormagen die Global Digital Management Solutions (GDMS) GmbH gegründet. Ziel der GDMS ist es, ein Metro Edge-Rechenzentrum in Dormagen zu bauen, das insbesondere auf Edge Computing-Anwendungen ausgerichtet ist, aber auch lokalen Unternehmen Stellplatz für eigene Server (sogenannte Kollokation) anbietet.</p> <p>„Wir freuen uns, dass unsere Smart Industrial City – Aktivitäten Früchte tragen und wir mit der GDMS ein Tech-Startup in Dormagen begrüßen dürfen, das ein wichtiger Baustein für die digitale Transformation der Wirtschaft im Rheinischen Revier werden kann“, zeigt sich SWD-Geschäftsführer Michael Bison zufrieden mit dem Neuzugang im SIC-Partner-Netzwerk.</p> <p>Bei einer Cloud handelt es sich um schnell erweiterbare oder reduzierbare Speicher- und Rechenkapazitäten in grundsätzlich global verteilten Rechenzentren. Metro-Edge Rechenzentren sorgen dafür, dass die immensen Datenmengen, die tagtäglich produziert werden, vor Ort weiterverarbeitet werden können. „Dies ist vor allen Dingen mit Blick auf datenintensive Anwendungsfälle von steigender Bedeutung. Spätestens beim Thema ,autonomes Fahren‘ sind wir auf eine Dateninfrastruktur angewiesen, die hohe Datenmengen in Echtzeit, also im unter fünf Millisekunden-Bereich, verarbeiten kann. Die GDMS bringt die gefragte Expertise mit, daher sehen wir der Zusammenarbeit mit großem Interesse entgegen“, ergänzt André Heryschek, Leiter Strukturwandel und Smart City bei der SWD.</p> <p>GDMS-Geschäftsführer Sven Schuchardt hat sich mit Thorsten Klein, der als Chief Information Officer (Leiter Informationstechnik) in dem Unternehmen tätig wird, einen fachkundigen Dormagener an die Seite geholt. Gemeinsam werden beide nun ihr Büro im ChemLab Unter den Hecken beziehen und von dort aus eng mit Heryschek und seinem Team zusammenarbeiten. Noch stehen die genutzten Server in Frankfurt am Main, aber schon bald, sagt Schuchardt, „werden wir den Unternehmen der Region eine lokale Alternative zu großen Cloud-Anbietern geben können, wenn es um Echtzeit-Rechenkapazität&nbsp;geht“.</p>

Gamification im städtischen Kontext

Einblicke beim Stakeholder-Treffen der Smart Industrial City
<p>„Mit der Zukunft spielt man nicht – oder doch?“ Unter diesem Motto stand das Stakeholder-Treffen des Industry Hubs und der Smart Industrial City in diesem Jahr. Nach einer kurzen Vorstellung zum Industry Hub durch SWD-Innovation Manager Friedrich Wilkening und des Zusammenspiels mit dem Partnerprojekt Smart Industrial City folgte ein lebhafter Impulsvortrag zum Thema Gamification von Arne Gels (Fusion Campus) aus Düsseldorf. Dieser machte den zugeschalteten Mitgliedern des Digitalisierungs- und Umweltausschusses deutlich, dass sie alle mehr Spieler in sich haben, als sie vielleicht geglaubt hätten.</p> <p>Wie Logiken und Entwicklungsarbeiten aus der Gamesbranche im städtischen und industriellen Kontext in der Smart Industrial City technisch und inhaltlich Anwendung finden können, zeigten André Heryschek für die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) und Olaf Sakowski für den CHEMPARK-Betreiber CURRENTA am Beispiel von digitalen Zwillingen auf. Die SWD betonte dabei, dass der Prototyp zum digitalen Zwilling noch vor Weihnachten&nbsp; fertiggestellt sein wird und damit ein Jahr früher als geplant.</p> <p>Aufgrund der aktuellen Corona-Lage wurde das Treffen als Videokonferenz durchgeführt, was für die lebhafte Diskussion im Anschluss aber kein Hindernis war. Die Teilnehmenden brachten selbst spannende Impulse für zukünftige Anwendungsfälle mit ein und lobten den eingeschlagenen Weg.</p> <p>„Wir freuen uns auf das nächste Treffen und weitere Veranstaltungen im Rahmen des Industry Hubs sowie der Smart Industrial City, dann hoffentlich wieder in Präsenz und mit persönlichem Austausch“, resümiert Wilkening.</p>

Pilotprojekt Smart Parking

Auf acht Parkplätzen in der Innenstadt wird Sensorik getestet.
<p>Durchschnittlich 41 Stunden pro Jahr verbringen deutsche Autofahrer laut einer aktuellen Studie des Verkehrsdatenanbieters INRIX mit der Suche nach einem Parkplatz. Das kostet Nerven und verursacht Mehrkosten durch zusätzlichen Benzinverbrauch. Der Abgasausstoß schadet zudem der Umwelt. Wie smartes Parken mit Hilfe von Sensorik Teil der Lösung sein kann, erprobt das Start-up Parklab aus Duisburg in Kooperation mit der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) aktuell in der Dormagener Innenstadt. „Viele Parkprobleme entstehen dadurch, dass Informationen fehlen. Diese Informationen können wir über smarte Technologien mittlerweile unkompliziert bereitstellen“, erläutert Projektleiterin Enisa Kaupe von Parklab.</p> <p>Dafür wurden acht Sensoren auf die Kurzzeit-Parkplätze an der Helbüchelstraße montiert. Sie registrieren über ein Magnetfeld den Belegungsstatus des Platzes und können diese Information in Echtzeit weitergeben. Fünf PKW-Flächen, zwei für Taxis vorgesehenen Parkbuchten und ein Behindertenparkplatz werden derzeit überwacht. Noch mindestens bis Ende März 2022 wird das Pilotprojekt laufen.</p> <p>Praktisch nutzbar werden die Informationen über entsprechende Anwendungen, Apps, die zum Beispiel Autofahrer zielsicher zu freien Plätzen navigieren könnten. Auch der Parkplatzbetreiber, im Falle von Dormagen die Kommune, kann die Daten für sich verwerten. Deshalb ist das Pilotprojekt ein wichtiger Baustein in den Dormagener Smart City-Aktivitäten, die von der SWD gesteuert werden. „Für die Stadtverwaltung sind solche Daten zum Beispiel bei der Parkraumüberwachung enorm nützlich.&nbsp; Wenn das Ordnungsamt per App informiert wird, auf welchem Platz an der Helbüchelstraße die Parkdauer eines Fahrzeugs demnächst abläuft, lassen sich Laufwege optimieren und langfristig auch das Falsch- und Dauerparken auf Flächen eindämmen“, erklärt Data Scientist Christoph Reitenberger (SWD).</p> <p>Vorrangig zielt Smartes Parken indes auf den Klimaschutz im Rahmen des Individualverkehrs, indem die Parkplatzsuche verkürzt und damit schädliche Emissionen minimiert werden. Das Dormagener Pilotprojekt dient als Referenz für Parklab und könnte Strahlkraft für Großstädte bundesweit haben. Immerhin hat INRIX für Köln und Düsseldorf die stattliche Summe von 60 bzw. 61 Stunden errechnet: So viel Zeit wenden Autofahrer dort jedes Jahr für die Suche nach einem Parkplatz auf.</p> <p>„Auch wenn wir in der Dormagener Innenstadt sicher keinen Parkplatzmangel haben, ist das Projekt für uns sehr wertvoll. Es erlaubt uns einen Einblick in die verwendete Technologie, zusätzlich sammeln wir weitere Erfahrungen damit, wie sich im öffentlichen Raum gewonnene Daten sinnvoll nutzen lassen“, so das Fazit von André Heryschek, Leiter Strukturwandel und Smart City bei der SWD.</p>

Datenschatz und Geschäftsmodell

Historisches Rathaus wird für die „Smart Industrial City“ in 3D gescannt
<p>Das Historische Rathaus gibt es demnächst auch in der virtuellen Welt als dreidimensionales Modell. Dafür sorgt&nbsp;das Vermessungsbüro Kappas, das die Geometrie des Dormagener Wahrzeichens jüngst bei schönstem Herbstwetter mit einem 3D-Laserscanner ausgemessen hat. Das Abtasten des Gebäudes von allen Seiten mittels Laserstrahl dauerte mehrere Stunden. Dabei erfasste der aufgestellte Scanner das Rathaus in Breite, Höhe und Tiefe. „Es entsteht beim Scan aber kein fertiges Modell, sondern eine Punktewolke, die am PC nachbearbeitet werden muss“, erzählt Jan-Dominik Kappas. Pro Stunde eingescannter Daten sind nach derzeitigem Stand der Technik etwa vier Stunden händische Verarbeitung nötig. In den nächsten Tagen soll das 3D-Modell des prägnanten Bauwerks aus dem Jahr 1909 fertig sein.</p> <p>Die Vermessung des Historischen Rathauses ist ein Teilprojekt im Kontext der „Smart Industrial City“, das von der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) gesteuert wird. Data Scientist Christoph Reitenberger (SWD) wird die daraus gewonnenen Daten in den „digitalen Zwilling“ der Stadt Dormagen übertragen. Wie sich aus der Technik des 3D-Scannens ein tragfähiges Geschäftsmodell für das Dormagener Vermessungsbüro Kappas machen lässt, darum kümmert sich SWD-Innovation Manager Friedrich Wilkening im Kontext des für Unternehmer kostenfreien Beratungsangebotes „Industry Hub“. Denn noch experimentiert Jan-Dominik Kappas nur mit der Technik und hat sich den mehrere 10.000 Euro teuren Laserscanner erst einmal geliehen.</p> <p>„Anhand dieses Beispiels zeigt sich, wie sinnvoll beide Projektansätze ineinandergreifen. Wir unterstützen einen Dormagener Unternehmer dabei, sein Geschäftsmodell zukunftsorientiert aufzustellen, und gewinnen im Gegenzug wertvolle Daten für die Entwicklung der Smart Industrial City“, fasst André Heryschek, Leiter Strukturwandel und Smart City bei der SWD, zusammen.</p> <p>Die 3D-Vermessung von Gebäuden kann vielen Zwecken dienen. Das Historische Rathaus zum Beispiel bleibt dadurch als Kulturdenkmal erhalten. Werden Bestandsimmobilien erfasst, kann durch die Verknüpfung mit weiteren Daten der messbare Nutzen energetischer Sanierung simuliert werden. Der Scan von Neubauten dagegen dient zum Abgleich, ob das fertige Objekt&nbsp;der Planung entspricht.</p>

Energieeffizienz ChemLab

<p>Ansätze zum Klimaschutz, einer effizienten Energienutzung sowie zum nachhaltigen Wirtschaften müssen ganzheitlich betrachtet werden. Daher müssen öffentliche und private Anwender genauso sensibilisiert werden, wie Infrastrukturbetreiber und Unternehmen, um gemeinschaftlich Energieverbräuche zu senken und damit CO2-Emissionen zu reduzieren. Außerdem müssen durch die Nutzung von erneuerbaren, volatilen Energien das Last- und Speichermanagement sowie die Verteil- und Vertriebsmechanismen auf die neuen Techniken angepasst werden.&nbsp;</p> <p>Anhand einer Demo im Coworking-Space „ChemLab“ sollen über Smart Home - Anwendungen der Wärme- und Strombedarf reduziert werden. Darüber hinaus können digitale Energiemonitorings initiiert und neue datengetriebene Anwendungen entwickelt werden. Neben der Senkung des Energieverbrauchs sollen über Spezialisierungen und Kooperationen neue digitale und nachhaltige Dienstleistungen gefördert werden.</p>

Jahrestreffen der Lokalen Allianz Dormagen

Digitale Transformation soll Industrie und Stadt neue Chancen bieten.
<p>Die Lokale Allianz schaut optimistisch nach vorne. Das elfte Jahrestreffen des Dormagener Bündnisses stand ganz im Zeichen von Innovation und Zukunftsthemen, die Unternehmen und Stadtgesellschaft gleichermaßen betreffen. Bei der rund eineinhalbstündigen Veranstaltung, die sowohl in Präsenz als auch digital als Livestream stattfand, diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft, wie Stadt und Industrie neue Möglichkeiten der Digitalisierung gewinnbringend nutzen können.</p> <p>„Die Lokale Allianz war in der Coronazeit vielleicht weniger sichtbar, aber keineswegs untätig. Im Einklang mit unserer Zielsetzung, gute Standortbedingungen für Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürger in Dormagen zu schaffen, begleiten wir die Stadt seit 2020 auf ihrem Weg zur ‚Smart Industrial City‘“, so Klemens Diekmann, Sprecher des Bündnisses, zu Beginn des Jahrestreffens.</p> <p>Nach einem spannenden Impulsvortrag des Wuppertaler Unternehmers und Innovators Jörg Heynkes, der dafür warb, die Chancen einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft zu nutzen, beleuchteten IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz und Landrat Hans-Jürgen Petrauschke die Digitalisierung auf regionaler Ebene. „Es geht vor Ort zum einen darum, Infrastruktur zu schaffen, die Digitalisierung ermöglicht. Auf der anderen Seite müssen wir unsere Unternehmen mit stetiger Information und Weiterbildung bei dem Prozess begleiten“, stellte Steinmetz heraus. Auf die wichtige Verzahnung von Kreis und Kommune in diesem Themenfeld und gemeinsame Projekte wie das Beratungsangebot „Industry Hub“ verwies Landrat Petrauschke. Er nahm die Unternehmen selbst in die Pflicht, sich der digitalen Transformation zu stellen: „Wenn jemand im Gewerbegebiet heute sagt, ein Breitbandanschluss ist für mich nicht interessant, dann ist das nicht zukunftsorientiert.“&nbsp;</p> <p>Lösungsorientierte Ansätze präsentierten im Anschluss André Heryschek, Leiter Strukturwandel und Smart City bei der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD), sowie Olaf Sakowski, Projektverantwortlicher für den digitalen Zwilling des CHEMPARK. Sie stellten gemeinsam einen so genannten „digitalen Zwilling“ vor. Der „digitale Zwilling“ ist ein datenbasiertes 3D-Modell, das existierende oder geplante Objekte mit all ihren Eigenschaften wie etwa Energieverbrauch virtuell abbilden kann. Die CURRENTA arbeitet bereits aktiv mit einem solchen Modell des CHEMPARKs und unterstützt die Stadt bei der Erstellung eines eigenen digitalen Zwillings. Dessen konkrete Anwendungsmöglichkeiten erklärte Heryschek anhand eines fiktiven Gestaltungsentwurfs für das Zuckerfabrikgelände, der neben denkbarer Bebauung auch die positive Auswirkung möglicher Begrünung auf das städtische Klima simulierte.&nbsp;</p> <p>Bürgermeister Erik Lierenfeld und CHEMPARK-Leiter Lars Friedrich gaben im Gespräch Einblicke in die Zusammenarbeit zwischen Chemieindustrie und Stadt im Projekt „Smart Industrial City“. „Viele Themenfelder im Digitalen Zwilling lassen sich vom CHEMPARK auf die Stadt übertragen und umgekehrt“, betonte Friedrich. Er merkte an, dass die bislang einzigartige Kooperation von Privatwirtschaft und Verwaltung auch auf EU-Ebene Interesse erfährt. Lierenfeld verwies auf die Smart-City-Strategie der Stadt, die als ein wesentliches Ziel Transparenz und Bürgerbeteiligung formuliert. „Wir müssen uns als Stadt an allen Stellen für die Digitalisierung öffnen. Denn wir wollen eine digitale Stadt werden – und das von A bis Z“, so das Stadtoberhaupt. „Davon werden auch die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt profitieren, da wir sie zukünftig beispielsweise wesentlich einfacher und schneller im Rahmen einer digitalen Bürgerbeteiligung in Prozesse einbinden und Bürgerservices auch digital anbieten können.“</p> <p>Abgerundet wurde die kurzweilige Veranstaltung durch drei Schattentheater-Auftritte der preisgekrönten Theatergruppe „Die Mobilés“, die eine eigens für den Anlass einstudierte Choreographie präsentierten.&nbsp;</p> <p>„Gestartet sind wir mit der Lokalen Allianz vor fast elf Jahren mit dem Ziel, die Wirtschaft mit den Menschen in Dormagen zusammenzubringen, um das Verständnis für die Industrie zu schärfen und gemeinsam etwas für unsere Stadt zu tun“, fasst Jobst Wierich, Leiter Politik- und Bürgerdialog bei CURRENTA und Sprecher der Lokalen Allianz, die erste Dekade des Bündnisses zusammen. Gesellschaftlich relevante Themen wie der demografische Wandel, Umweltschutz und Nachhaltigkeit waren bei allen Aktionen stets im Blick. Digitalisierung wird zukünftig ein weiteres Leitthema der Lokalen Allianz werden. „Als lebendiges Bündnis wollen wir den digitalen Wandel in Dormagen eng begleiten“, so Wierich.&nbsp;</p> <p>Interessierte, die die Veranstaltung nicht live sehen konnten, haben die Möglichkeit, sich die Aufzeichnung des Jahrestreffens in Kürze unter&nbsp;<a href="http://www.lokale-allianz-dormagen.org/">www.lokale-allianz-dormagen.org</a>&nbsp;oder auf dem Youtube-Kanal der SWD in voller Länge anzusehen.&nbsp;</p> <p><strong>Hintergrund:</strong> Die Lokale Allianz wurde 2010 als erstes Bündnis für Industrieakzeptanz auf lokaler Ebene gegründet. Sie schafft eine Plattform, auf der Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürger gemeinsam nachhaltige Projekte umsetzen. Zu den erfolgreich initiierten Aktionen zählen beispielsweise „Dormagen unternimmt was“, „Dormagen bewegt sich“, die erste Umwelt- und Naturerlebniswoche sowie das Format „Industriepunkte“. Gründungspartner der Allianz sind die Stadt Dormagen, der CHEMPARK, die IHK Mittlerer Niederrhein, der Stadtmarketingverein „Initiative Dormagen“ und der Rhein-Kreis Neuss.</p>

Smart Industrial City goes Smartpod

Unser Innovation Manager Friedrich Wilkening war zu Gast im Smartpod, dem Podcast des Dormagener Startups smartfabrik.
<p>Unser Innovation Manager Friedrich Wilkening war zu Gast im Smartpod, dem Podcast des Dormagener Startups <a href="https://smartfabrik.de/" title="smartfabrik">smartfabrik</a>. Dabei gab er interessante Einblicke zum <a href="http://industry-hub.de" target="_blank" title="Industry Hub">Industry Hub</a>, einem Strukturwandel-Projekt, das im August dieses Jahres gestartet ist. Daneben schlägt er den Bogen zu den laufenden Smart Industrial City - Projekten der Stadt Dormagen, die maßgeblich von der SWD getrieben werden.&nbsp;&nbsp;</p> <p>Ein kurzweiliger und informativer Austausch. Vielen Dank an die smartfabrik für diesen tollen Podcast.&nbsp;&nbsp;</p> <p>Hier geht’s zum Podcast: https://machssmart.podigee.io/16-smarte-city&nbsp;</p>

Die nächsten Smart City-Schritte

3D-Modell der Zuckerfabrik-Pläne, Pilot zum Energieverbrauch in städtischen Gebäuden
<p>Dormagen macht weiter große Schritte auf dem Weg zur Smart City und verknüpft dabei die reale mit der digitalen Welt. Nächster Meilenstein wird - vorbehaltlich der Wetterverhältnisse noch im Juli - &nbsp;ein Helikopter-Rundflug über den CHEMPARK und Teile des nördlichen (Innen)-Stadtbereichs sein. Wegweisend sind nicht die dabei entstehenden Fotoaufnahmen, sondern das, was daraus entwickelt wird. &nbsp;Die Monheimer Agentur Northdocks optimiert auf Basis der Aufnahmen den digitalen Zwilling des CHEMPARKs, mit dem sich im virtuellen Raum z.B. Prozesse und Veränderungen auf dem Areal simulieren lassen.</p> <p>Den umgekehrten Weg gehen SWD und Stadtplanung mit dem Düsseldorfer Startup pointreef für die Bebauung der Zuckerfabrik. Für das 12,4 ha große Gelände werden die Visualisierungs-Spezialisten anhand der aktuellen Planungen ein digitales 3D -Modell bauen, das die angedachten, bisher nur als grobe Ideenskizze vorliegenden Gebäude mit allen relevanten Aspekten dreidimensional abbildet und im weiteren Planungsprozess eine wichtige Rolle spielen wird. „Solche und ähnliche 3-D Modellierungen können den Bürgerinnen und Bürgern einen besseren Eindruck von den Planungen vermitteln, als es die bisherigen zweidimensionalen Pläne erlauben“, erläutert Stadtplaner Sven Medzech. Einen ersten Eindruck vom digitalen Zwilling der Zuckerfabrik-Bebauung soll es in einer Kooperation mit dem CHEMPARK-Betreiber CURRENTA beim Jahrestreffen der Lokalen Allianz Dormagen am Dienstag, 28. September geben, das als Livestream-Format für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger im Internet zu verfolgen sein wird.</p> <p>Sensorgestützte Pilotierungen stehen im Bereich der Digitalen Verkehrswende an: darunter eine Verkehrsmessung sowie eine Parkplatzüberwachung im Innenstadtbereich zum Ende der Sommerferien. Mit Möglichkeiten, durch smarte Steuerungen in Gebäuden Energie, also Kosten und CO<sup>2</sup>-Emissionen zu reduzieren, beschäftigt sich demnächst das Nievenheimer Startup „smartfabrik“ am Beispiel der ChemLab-Räumlichkeiten „Unter den Hecken“. „Erkenntnisse, die wir aus diesem Demo-Versuch gewinnen, könnten mittelfristig auf städtische Gebäude wie zum Beispiel Schulen oder Verwaltungsgebäude angewendet werden“, blickt der Leiter des SWD-Handlungsfeldes „Strukturwandel und Smart City“, André Heryschek, in die Zukunft.</p> <p>Ihre Smart City-Modellprojekte wird die Stadt Dormagen zunächst ohne Gelder aus dem gleichnamigen Förderprogramm des Bundes umsetzen müssen. Die im März eingereichte Bewerbung um Mittel in der Gesamthöhe von 6,2 Millionen Euro wurde vom Bundesinnenministerium nicht berücksichtigt.</p> <p>&nbsp;„Wir möchten den eingeschlagenen Weg im Rahmen der aktuellen Budgets trotzdem weiter fortführen. Mit dem Aufbau des SWD-Handlungsfeldes und der Verabschiedung der ersten Smart City – Strategie der Stadt Dormagen haben wir eine gute Ausgangsposition, um in den nächsten Wochen und Monaten erste Projekte umzusetzen und perspektivisch auch andere Förderkulissen zu nutzen“, bekräftigt Bürgermeister Erik Lierenfeld.</p>

Weichen für die Zukunft gestellt

Smart-City-Strategie als Basis einer nachhaltigen, integrierten Stadtentwicklung verabschiedet
<p>Nach einem einstimmigen Beschluss im Digitalisierungsausschuss hat nun auch der Rat der Stadt Dormagen mit breiter Mehrheit die erste Smart-City-Strategie der Stadt Dormagen verabschiedet. Unter dem Motto „Industriestadt im Wandel“ wurde diese von der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) entwickelt und stellt den nächsten Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen, digitalen und bürgerzentrierten Gesellschaft dar.</p> <p>„Dormagen versteht sich als Smart Industrial City, wahrt dabei aber den Fokus auf Lebensqualität und Natürlichkeit. Als Industriestadt im Wandel reagieren wir mit intelligenten Maßnahmen auf die Herausforderungen des digitalen Zeitalters. Werteorientiert und bürgerzentriert wird Dormagen zu einer intelligenten, vernetzten Kommune, die über kommunale Grenzen hinaus einen aktiven Wissenstransfer gestaltet“, ergänzt André Heryschek, Leiter Strukturwandel und Smart City bei der SWD.</p> <p>Begleitet wurde die Strategie-Entwicklung von den Experten der umagine GmbH, einem Spezialisten für die Digitalisierung des öffentlichen Sektors mit Schwerpunkt Smart City. Gemeinsam mit und für die Stadtgesellschaft und -verwaltung sowie dem starken Partner-Netzwerk aus Kommunen, Unternehmen und Wissenschaft werden die Handlungsfelder nun mit digitalen Lösungen angereichert, die der Stadtgesellschaft dauerhaft nutzen. „Unsere Smart-City-Projekte werden künftig über eine zentrale Benutzeroberfläche dokumentiert. So kann einerseits der Projektfortschritt nachverfolgt werden, andererseits möchten wir hierüber Fachmeinungen integrieren und Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger erhalten“, so SWD-Projektmanager Christoph Reitenberger abschließend.</p>

Städtebau, Verkehr und Klimaziele

Bürger werden „Smart Industrial City“ aktiv mitgestalten
<p>Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Smart Industrial City ist gemacht: Mitte März hat die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen (SWD) unter dem Motto „Industriestadt im Wandel“ den Antrag für die Förderkulisse „Modellprojekte Smart Cities“ beim Bundesinnenministerium eingereicht. Das Leitthema des Wettbewerbs lautet in diesem Jahr „Gemeinsam aus der Krise: Raum für Zukunft“.</p> <p>„Mit diesem Fokus haben wir Maßnahmenfelder definiert, die eine nachhaltige und digitale Stadt zum Ziel haben“, fasst André Heryschek, Leiter Strukturwandel und Smart City bei der SWD, zusammen. Gemeinsam entwickelt ein rund 30 Partner starkes Netzwerk aus Kommunen, Unternehmen und Wissenschaft bereits jetzt digitale Lösungen, die der Stadtgesellschaft dauerhaft nutzen. Ein wichtiger Partner in diesem Netzwerk ist CHEMPARK-Betreiber CURRENTA. Derzeit laufen Gespräche darüber, wie die Zusammenarbeit bei Zukunftsprojekten aussehen könnte. Nächster Meilenstein wird die Verabschiedung der Smart City – Strategie durch den Stadtrat im Juni 2021 sein. &nbsp;</p> <p><strong>Bürger machen den Unterschied </strong></p> <p>Lag der Fokus bislang auf dem Aufbau des Partnernetzwerks, soll nun die Stadtgesellschaft eingebunden werden: Ein Leuchtturmprojekt ist dabei das BürgerLab, in dem die Dormagener zukünftig Digitalisierung erleben können. Als Begegnungsort für die Anwendung neuer Technologien können dort Ideen eingebracht und Lösungen gemeinsam entwickelt werden.</p> <p>Die Teilhabe wird auch durch die Einführung von Nachhaltigkeitskonten gefördert, wie Heryschek erläutert: „Für umweltbewusstes Verhalten wie das Nutzen nachhaltiger Mobilitätsangebote, die Reduzierung von CO²-Emissionen oder die Produktion von Photovoltaik-Strom soll man Smart Citizens Punkte sammeln können. Dies sensibilisiert für die Auswirkung des eigenen Verhaltens auf die Nachhaltigkeitsziele der Stadt.“ Die gesammelten Punkte sollen wiederum gegen Belohnungen eingetauscht werden können. Bei der Entwicklung dieses Ansatzes werden vor allem die wissenschaftlichen Partner im Smart Industrial City-Netzwerk eingebunden.</p> <p>Im Zuge der digitalen Quartiersentwicklung soll die Stadtgesellschaft stärker in Planungsprozesse einbezogen werden. Simulieren lassen sich Bauvorhaben im „Digitalen Zwilling“ der Stadt Dormagen, den Data Scientist Christoph Reitenberger (SWD) derzeit konzipiert. Zukünftig können Planer und Betroffene etwa Wohnbauprojekte virtuell betrachten, bewerten und an den Bedürfnissen der zukünftigen Nutzer ausrichten. Zudem sollen in Dormagen smarte Energiequartiere entstehen, wo in Zusammenarbeit mit unter anderem dem städtischen Energieversorger evd innovative Ansätze der Wärme-, Kälte- und Energieversorgung (etwa industrielle Abwärme, Photovoltaik-Anlagen und Wasserstoff) zum Einsatz kommen. &nbsp;Geplant ist auch eine ökologische und ressourcenschonende Bauweise mit Holzmodulen.</p> <p><strong>Förderzusage könnte Dormagen nachhaltig verändern</strong></p> <p>Um Umwelt und Klima zu schonen, sollen das städtische Mobilitätsangebot ausgebaut, Verkehrsflüsse verbessert und der Parksuchverkehr minimiert werden. Eine Bürger-App könnte alle Angebote vom Car-Sharing über den Linienverkehr bis hin zur optimierten Fahrradroute durchs Stadtgebiet integrieren – im Idealfall nimmt der Individualverkehr dadurch ab.</p> <p>„Mit dem Know-how und der Innovationskraft aller Partner im Netzwerk sind viele zukunftsfähige Ansätze entstanden, die Dormagen nachhaltig verändern könnten – wenn wir mit unserem Antrag erfolgreich sind“, sagt SWD-Geschäftsführer Michael Bison. Voraussichtlich im Juli wird das Bundesinnenministerium mitteilen, welche Kommunen als Smart Cities gefördert werden.</p>

Vergangene News vom ChemLab

Smart Industrial City ist ein Gemeinschaftsprojekt von Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen und Currenta, Betreiber der Chemparks Leverkusen, Dormagen und Krefeld.

© Smart Industrial City | Design & Coding by kopfsturm®